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Verein zur Pflege und Weiterentwicklung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagements e. V.

Der AGUM e.V.

An eine rechtskonforme Organisation des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes werden erhebliche Anforderungen gestellt. Gerade in Einrichtungen mit Lehr- und Forschungs-Charakter (Universitäten, Hochschulen) kann die Einhaltung der rechtlichen Erfordernisse scheinbar in Widerspruch zur Entwicklung fortschrittlicher Technologien und Verfahren stehen. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen für den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, die über die gewerblichen Standardlösungen hinausgehen. 

Im Jahr 2009 haben daher Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen den AGUM e.V. ins Leben gerufen. Seine Zielstellung ist, Universitäten, Hochschulen und weitere Einrichtungen mit Hilfe des eigenen Managementsystems (AGU-Managementsystem) maßgeschneiderte und praxisgerechte Unterstützung bei der Umsetzung von rechtlichen Forderungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes zur Verfügung zu stellen. 

Zitat aus der Satzung des AGUM e.V.:

  • Zweck des Vereins ist die Pflege und Weiterentwicklung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagements für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Einrichtungen mit dem Ziel, den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz in den jeweiligen Einrichtungen zu fördern. 
  • Dieser Zweck wird zum einen dadurch erreicht, dass den Mitgliedern ein AGU- Managementsystem zur Verfügung gestellt wird, zu dem die Mitglieder für sich selbst und für ihnen zugehörige Personen den Zugang ermöglichen.Zum anderen wird der Satzungszweck dadurch erfüllt, dass der Verein die Möglichkeit bietet, dass sich die Fachleute der verschiedenen Mitglieder im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz besser vernetzen um damit auch die Kompetenzen aller Mitglieder im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz zu stärken. 
  • Der Verein setzt sich im Bereich Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz auch bei Dritten (z.B. Unfallkassen, Gesetzgeber) für die Belange der Mitglieder ein.

Die AGUM-Mitglieder und das AGUM-Team

Bundesweit sind derzeit 83 Universitäten und Hochschulen sowie 2 Unfallkassen Mitglieder im AGUM e.V.. Weitere Information finden sie hier.

Der AGUM e.V. beschäftigt 3 DV-Fachleute, eine Mitarbeiterin (Fachredaktion) und eine Geschäftsführerin. Weitere Informationen zu den Aufgaben des AGUM-Teams finden sie demnächst auf einer eigenen Seite.

Die Struktur des AGUM-Systems

Als "AGUM-System" ist vergleichbar mit einem Managmenthandbuch, in dem die Informationen digital zur Verfügung gestellt werden. Es beschreibt die zu beachtenden gesetzlichen Vorgaben und und bietet direkte oder indirekte Hilfestellung für deren Umsetzung. Direkte Hilfestellung sind z.B. Musterdokumente oder Datenbanken, indirekte Hilfsmittel sind z.B. Handlungshilfen von Unfallkassen oder sonstigen Einrichtungen. 

Das AGUM-System besteht aus 2 Teilen, die eng miteinander verwoben sind:

  • Referenzsystem: Dieser Teil wird zentral gepflegt und allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Derzeit gibt es rund 200 einzelne Internetseiten (sog. Prozesse) im Referenzsystem. Jedes Mitglied erhält den überwiegenden Teil der Informationen aus dem Referenzsystem und muss somit nicht alle Inhalte selbst pflegen (Minimierung des Arbeitsaufwandes, geprüfte Inhalte, Entlastung des Mitglieds). Interessenten an einer Mitgliedschaft im AGUM e.V. können sich im Demo-System einen Eindruck verschaffen.
  • Mitgliedsystem: Diesen Teil pflegt jedes Mitglied selbst und hat somit die Möglichkeit, spezifische Sachverhalte für die jeweilige Organisation (standort-, organisationsspezifischen) abzubilden.

Das AGUM-System bietet zudem DV-Tools an, um zum einen die Umsetzung bestimmter Verpflichtungen zu vereinfachen und zum anderen die Einhaltung der Verpflichtungen auch kontrollieren zu können (§ 3 Arbeitsschutzgesetz):

  • Die Gefährdungsbeurteilungsdatenbank ist ein Werkzeug zum Erstellen und Verwalten der speziellen Gefährdungsbeurteilungen. Sie steht jedem Mitglied kostenfrei zur Verfügung. 
  • Weitere DV-Tools (Betriebsanweisungen, E-Learning) sind geplant.

Die Inhalte des AGUM-Systems

Das AGUM-System setzt sich im wesentlichen aus zwei Teilen zusammen:

Aufbau-Organisation: Alle relevanten Funktionsgruppen sind in einem Organigramm dargestellt. Dieses wird dann individuell für jedes Mitglied angepasst. Hinter jeder Funktion sind die Prozesse hinterlegt, die die Aufgaben, Rechte und Pflichten der jeweiligen Funktion beschreiben. Der Aufbau der Seiten ist zum besseren Orientierung immer gleich gestaltet. 

Ablauf-Organisation: Hier wird beschrieben, welche Schritte für die Umsetzung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes je Arbeitsaufgabe notwendig sind. Auch diese Seiten folgen einem einheitlichen Schema.

Ein spezieller Zugangsfilter für die Adressaten, der Bereich Notfallorganisation, Ziele und Maßnahmen, Rechtkataster und ein Glossar runden das AGUM-System zusätztlich ab.

Die Adressaten des AGUM-Systems

Führungskräfte: Diese Zielgruppe benötigt Informationen und praxisnahe Hilfestellungen, um ihren Führungsaufgaben nachkommen zu können. Schwerpunkt liegt hier also auf einer rechtskonformen Aufbauorganisation (Funktionen, Rollen und Strukturen), die beschreibt, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist und wie diese umgesetzt und dokumentiert werden.

Beschäftigte und Studierende: Diese Zielgruppe benötigt benötigt ebenfalls Fachinformationen und praxisnahe Hilfestellungen. Fokus ist hier jedoch die Ablauforganisation, d.h. wie man den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz in die täglichen Arbeitsabläufe integriert. Außerdem greift diese Personengruppe vermehrt auf konkrete Hilfestellungen in Form von Musterdokumenten zu.

Fachleute im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz: Viele Informationen im AGUM-System sind aufgrund des Inhaltes und des Umfangs auch dafür geeignet, dass sich Fachleute einen Einblick über verschiedene Themen und Aufgabenstellungen verschaffen können. Aufgabe der Fachleute eines jeden AGUM-Mitglieds ist es dann, diese Informationen, sofern erforderlich, die ersten beiden Adressaten aufzubereiten. Unterstützung bietet im Einzelfall je nach Aufwand auch das AGUM-Team.

Die Rechtskonformität

Die Rechtsgrundlagen werden ausschließlich auf öffentlich verfügbare Primärquellen (Juris, DGUV, Berufsgenossenschaften, Unfallkassen) sowie auf Sekundärquellen (UmweltOnline) verlinkt. 

Es wird nur auf die Rechtsgrundlagen verlinkt, die für den jeweiligen Prozess relevant sind. Auf länderspezifische Regelungen wird derzeit im Referenzssystem verzichtet; sofern es erforderlich ist, muss das jeweilige Mitglied die Rechtsvorschriften entsprechend ergänzen.

Für die Überprüfung der Rechtskonformität des Referenzsystems gibt es im AGUM e.V. verbindlich definierte Abläufe. Diese sind im geschützen Bereich der Portalseite dargestellt. 

Jedem Mitglied ist angeraten, die Inhalte seines  Mitgliedssystem regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen.